St. Peter Bad im Februar

Am 21. Februar - im Jahre 2004 mal wieder auf einem Sonnabend - brennt die Biike in Nordfriesland. Ob es nun ein alter Brauch ist, um Wotan gütig zu stimmen oder den Winter zu vertreiben, ist ziemlich gleichgültig, wenn man es nur erleben möchte. 

Am Vorabend des St. Petri-Tages (friesisch: Piddersdai) werden jedenfalls auf den Inseln und auch auf dem Festland die Biiken angesteckt. 

Da St. Petri der Schutzheilige der Fischer ist, wird auch etwas an einer weiteren Version der Bedeutung der Biike dran sein: 

Am 22. Februar zogen früher die Walfänger das erste Mal nach der Winterpause wieder hinaus auf's Meer. Biike bedeutet im Friesischen soviel wie Zeichen, Seezeichen (Bake), Feuerzeichen. So wünschten die Daheimgebliebenen den Seefahrern viel Glück und boten ihnen noch lange ein Zeichen der Heimat am Horizont.

Ob auch damals Festreden vor dem Entzünden des Feuers gehalten und danach Schnaps und Grünkohl vernichtet wurde...?

Fackelzug mit den Kindern 21.02.2004 von "Dorf" nach "Bad"

Schnell wird es dunkler

Bis die Großen das Feuer endlich anstecken, 

schmelzen wir mit unseren Fackeln den Deich...

endlich! 

18.30 Uhr, mit viel Fernseh-Equipement an der Biike.

Um 19.30 Uhr im Dritten "live" dabei...

geht los...

 

 

 

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Stand: 27.03.2004   

© Silvia Nitsche-Martens 2004